Kommunikation in einer digitalisierten Arbeitswelt

Erfahren Sie in unserer Blog-Reihe "Kommunikation und Persönlichkeit", wie vielseitig Kommunikation ist und welche Faktoren eine starke Kommunikation ausmachen. Lassen Sie uns gemeinsam auf die vielfältigen Herausforderungen der Kommunikation blicken.
Kommunikation in einer digitalisierten Arbeitswelt

Die Blog-Reihe: Kommunikation und Persönlichkeit

Kommunikation ist das A und O in Unternehmen. Gerade in einer digitalisierten Arbeitswelt gewinnt die Kommunikation noch mehr an Bedeutung. Viele Unternehmen wünschen sich eine Feedback- und Vertrauenskultur, um weniger in Silos zu denken und stärker in interdisziplinären oder vielleicht sogar selbstorganisierten Teams zu arbeiten.

Was tun Unternehmen aktuell, um die Kommunikation im Unternehmen zu verbessern?

Gerade in kleineren und mittelständischen Unternehmen haben die Führungskräfte hier eine besondere Vorbildfunktion. Im Training frage ich Führungskräfte gerne zum Einstieg: “Was verstehen Sie unter Führung?” Die Antworten ähneln sich: “motivieren”, “beraten”, “Feedback geben”, “organisieren”, “Vorbild sein” …
Das wichtigste Führungsinstrument jedoch ist und bleibt die Kommunikation. Führen geschieht immer über das Kommunizieren. Wir kommunizieren immer, die Frage ist nur WIE.

Wirksame Führung spiegelt häufig eine ausgeprägte Kommunikationskompetenz wieder. Wer stark kommunizieren kann, stand schon immer im Vordergrund. Wer Andere mit Worten und Präsenz für Visionen, Ideen und Vorgehensweisen gewinnen kann, hat es leichter, Ziele zu erreichen und eine Welt zu gestalten, der andere Menschen gerne angehören wollen. Verändert hat sich jedoch nun der Anspruch, insbesondere durch die Nutzung digitaler Medien und sozialer Netzwerke. Der Funke muss in kurzer Zeit überspringen, um eine ordentliche Glut zu entfachen. Ist das nicht der Fall, wird um- oder abgeschaltet. Auch gesellschaftlich betrachtet spielt dieses Phänomen der digitalisierten Arbeitswelt eine große Rolle.

Sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter sind jetzt gefordert, stark kommunizieren zu können. Die Arbeitsweisen werden agiler, dynamischer und häufig auch virtueller. Mitarbeiter kommunizieren mehr mit anderen Unternehmensbereichen oder in interdisziplinären Teams und brauchen verstärkt ein gemeinsames Verständnis. Sie müssen Herausforderungen analysieren, sich gegenseitig informieren, voneinander lernen und schlüssig argumentieren. Kommunikative Kraft wird gefordert. Auch hier gilt wie so oft: man kann vieles lernen und muss vor allem üben. Das war schon immer so…

Was haben Kommunikation und Persönlichkeit miteinander zutun?

Haben Führungskräfte oder Mitarbeiter Kommunikationsprobleme, nehmen Sie häufig an einem Rhetorik- oder Gesprächstraining teil, um ihre Wirkung und Kommunikationskompetenz zu verbessern. Die persönliche Wirkung wird reflektiert, es werden Kommunikationsmodelle und -techniken vermittelt und es wird fleißig geübt. Wer jetzt denkt, dass uns reine “Technik” und “Übung” schon zum Meister der Kommunikation macht, ist leider auf dem Holzweg.

Als Trainer erleben wir im Alltag von Unternehmen immer wieder, dass eine wirksame und starke Kommunikation mehr als das Wissen um kommunikative Modelle und Methoden braucht. Auf die unterschiedliche Facetten und Stellhebel gehen wir im weiteren Verlauf unseres Blogs intensiv ein.

Wie wirkt überhaupt Kommunikation?

Vielleicht haben Sie im Kommunikationstraining bereits über die Wirkung der Kommunikation gehört oder gesprochen. Untersuchungen haben gezeigt, dass akustische, visuelle und kinästhetische (erfühlbare) Signale vom Menschen in folgender Rangordnung im Gedächtnis behalten werden: 20% des Gehörten, 30% des Gesehenen und 70 bis sogar 90% des Gefühlten. Tatsächlich ist die Körpersprache weitaus ehrlicher als das gesprochene Wort, denn von allen Informationen, die ein Mensch aus einem Gespräch entnehmen kann, entfallen nur etwa 7% auf den Inhalt der Worte selbst. 38% gewinnt der Zuhörer aus dem Tonfall und 55% aus der Körpersprache seines Gegenübers.

Während die reinen Sachinformationen der Sprache uns kognitiv anregen, vermittelt uns die Körpersprache sowie die paraverbale Kommunikation (Stimmlage, Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit etc.)unseres Gegenübers einen emotionalen Eindruck der Gesprächssituation. Wir halten fest, wir nicht nur über das gesprochene Wort kommunizieren, sondern natürlich auch über unseren Körper und unsere Stimme. Antrainieren lässt sich Körpersprache nur bedingt, aber Menschen können sich bewusst machen, welchen Einfluss Ihre Persönlichkeit auf Kommunikation hat und wie sie sich persönlich weiterentwickeln können.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie im zweiten Teil unserer Reihe “Kommunikation und Persönlichkeit”, was wir unter Persönlichkeit verstehen und welche persönlichen Stellhebel hier eine zentrale Rolle spielen.

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Sabine Schewe

Sabine Schewe ist Neudenkerin und Expertin für Lernen und Entwicklung. Ihre 360-Grad-Perspektive als Trainerin, Personalentwicklerin und Führungskraft sorgt in der Beratung für pragmatische Lösungsansätze und Nachhaltigkeit. In Ihren Blogbeiträgen geht sie auf aktuelle Themen und Trends wie Persönlichkeitsentwicklung, Digitalisierung und agiles Arbeiten ein.

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