Die Blog-Reihe "Kommunikation und Persönlichkeit": Im dritten und letzten Teil "In Interaktion mit Anderen" widmen wir uns dem Gesprächspartner und zu guter Letzt auch der Kommunikationstechnik.
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Die Blog-Reihe: Kommunikation und Persönlichkeit

Im ersten Teil der Reihe haben Sie erfahren, dass Kommunikation mehr als reine Technik ist. Im zweiten Teil sind wir auf die Zusammenhänge und die gegenseitige Beeinflussung von Kommunikation und Persönlichkeit eingegangen. Heute schauen wir auf die Interaktion mit Anderen. Was braucht es, um gut zu kommunizieren?

In Interaktion mit Anderen – Wie erzeugen wir Präsenz und Klarheit im Gespräch?

Wer mit Nelson Mandela oder Mutter Theresa im persönlichen Kontakt war, beschreibt oft den Eindruck, für diesen Moment der wichtigste Mensch im Leben des Nobelpreisträgers oder der Nobelpreisträgerin gewesen zu sein. Trotz vieler Verpflichtungen ist es die Kunst, im Hier und jetzt zu sein. Wir brauchen eine Empfängerorientierung und eine Zielklarheit, um die Interaktion mit meinen Partnern gut gestalten zu können.

Bei der Empfängerorientierung spielt Empathie eine große Rolle. Wie gut können wir uns als Kommunikator auf die Bedürfnisse, zum Beispiel Sprache, Werte oder Traditionen, unserer jeweiligen Partner einstellen, ohne uns dabei zu verbiegen? Wie klar sind Sie beim Überbringen Ihrer Botschaft? Welche kurz- und langfristigen Effekte wollen Sie erzielen? Sind Sie flexibel und haben Lust sich auf Menschen einzulassen. Wollen Sie auch mit denen zurechtzukommen, die anders ticken als Sie? Dann erhöht sich Ihre Chance beides zu erreichen – Ihr Gegenüber und gerade deshalb auch Ihr Ziel.

In diesem Zusammenhang sind Sie allerdings auch gefordert, die Interaktion zu Ihrem Gesprächspartner professionell zu gestalten. Gute Kommunikatoren sind in der Lage das Verhältnis von Senden und Empfangen sinnvoll auszubalancieren. Wer kennt die Situation nicht: sie erzählen jemanden etwas und der Andere schließt sich sofort an und hat eine ganz ähnliche Situation schon mal erlebt. Oder Sie können gar nicht ausreden, weil sofort ein “Ja, aber…” kommt. Kommunikatoren, die nur senden und nicht zuhören wollen oder können, sind echte Interaktionskiller. Beide Zustände, das aktive Zuhören und die eigene Rede, sind für eine gelungene Kommunikation von großer Bedeutung. Können Sie situationsgerecht zwischen den Zuständen Reden und Zuhören wechseln?

Sagen und Fragen

Sehr ähnlich verhält es sich mit dem Wechselspiel von Sagen und Fragen. Wenn Sie professionell in die Interaktion mit Anderen einsteigen, braucht es manchmal auch erkundende Fragen, die unseren Gesprächspartner zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Ergänzend sind kraftvolle Gesprächsimpulse gefragt. Wie können Sie solche Impulse setzen? Manchmal hilft die Methode Storytelling, das heißt die zentralen Inhalte meiner Botschaft werden über sinnhafte, anschauliche und lebendige Geschichten transportiert, die Bilder in den Köpfen meines Gegenübers entstehen lassen.

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In Interaktion mit Anderen

Kommunikationstechniken – Ganz ohne geht es auch nicht!

Ganz ohne Technik geht es natürlich auch in der Kommunikation nicht. Kommunikative Tiefe bzw. Substanz basiert auf Inhalt, Kompetenz und einer guter Vorbereitung. Alle Aspekte wie die Orientierung an Zahlen, Daten, Fakten, stringentes Argumentieren, eine Kontext-Analyse sowie eine fundierte Recherche tragen zum Erfolg bei. Eine gewisse Fokussierung bzw. Prägnanz erzeugt Klarheit und bringt ihr Anliegen auf den Punkt. Setzen Sie Impulse und aktivieren Sie die Aufmerksamkeit Ihres Gegenübers! Üben Sie sich in Gesprächssituationen, in denen Sie spontan und knackig zur Sache kommen oder komplexe Sachverhalte einfach beschreiben. Gestalten Sie Ihre Kommunikation lebendig und spielen Sie mit dem Wechsel von allgemein zu konkret, laut und leise, ausführlich und prägnant, begeistern und nachdenken. All das hält Ihren Gesprächspartner bei der Stange.

Auf den Punkt gebracht geht es bei einer starken Kommunikation nicht nur um das Erlernen von Kommunikationsmodellen und -techniken. Bei kommunikationsstarken Menschen spüren wir häufig eine ausgeprägte persönliche Kraft, eine große Klarheit und Authentizität. Wir erleben Menschen, die eine positive Energie ausstrahlen und sich so zeigen, wie sie tatsächlich sind. Gleichzeitig erleben wir eine prägnante Interaktion mit Anderen, die auch inhaltlich Substanz hat. Wenn Sie Ihre Kommunikationskraft also stärken wollen, spielen unterschiedliche Faktoren und Stellhebel für Ihre Weiterentwicklung eine große Rolle. Ein Wechselspiel, das es sich lohnt intensiver zu betrachten.

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Sabine Schewe

Sabine Schewe ist Neudenkerin und Expertin für Lernen und Entwicklung. Ihre 360-Grad-Perspektive als Trainerin, Personalentwicklerin und Führungskraft sorgt in der Beratung für pragmatische Lösungsansätze und Nachhaltigkeit. In Ihren Blogbeiträgen geht sie auf aktuelle Themen und Trends wie Persönlichkeitsentwicklung, Digitalisierung und agiles Arbeiten ein.

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